Ach ja, ich bin jetzt übrigens in Singapur!

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Es ist so viel passiert in den vergangenen Wochen!

Zuallererst: Ich bin wohlbehalten angekommen!

Heute ist Tag zwei in Quarantäne im Hotel Grand Hyatt und es geht mir echt gut. Mein Hotelzimmer ist echt schön, da hatte ich echt Glück!

Ein Einblick in mein Hotelzimmer im Grand Hyatt in Singapur
Es lässt es sich aushalten in meinem Quarantäne-Hotelzimmer!

Die Wochen seit meinem letzten Post waren geprägt von unterschiedlichen Gefühlslagen von “OMG, mein Student Pass ist endlich da!” über “ich will jetzt aber endlich meine Einreisebestätigung, alles ist blöd!” zu “shit, mein Koffer ist zu schwer, worauf kann ich noch verzichten?”

Meine Einreisebestätigung erhielt ich vorletzten Mittwoch. Seitdem ging alles sehr schnell: der Tschüß-sage-Tag am Samstag mit meiner Familie und Freundinnen, packen und schließlich der erste Flug meines Lebens.

Fliegen ist wirklich faszinierend!

Mit über hundert Tonnen abheben und in minutenschnelle hunderte Meter weit vom Boden entfernt sein, alles wird so klein und wow, einfach genial! Ich habe kaum fassen können, wie die anderen gechillt ihren Laptop aufklappten und kein einziges Mal aus dem Fenster starrten, wie ich es auf dem einstündigen Flug von München nach Frankfurt tat. Meine Sitznachbarin kam sich auf ihrem Fensterplatz wahrscheinlich dezent beobachtet vor.

Der Flug von Frankfurt nach Singapur war sogar noch schöner, weil ich a) einen Fensterplatz hatte, b) es nachts war und die Erde so magisch aussieht mit den vielen glitzernden Lichtern und c) weil wir sehr viel Raum hatten. Wir hatten mehrere Plätze für uns, sodass es in der Nacht möglich war, sich über eine komplette Reihe hinzulegen.

Die Mitreisenden sind mir in dieser familiären Umgebung so ans Herz gewachsen, ich vermisse sie richtig. Naja, auch wenn wir alle kein Wort miteinander wechselten.

In Singapur angekommen

bewunderten Moana (die österreichische Stipendiatin, die mit mir gemeinsam herflog) und ich erst mal die wunderschönen Toilettenräume am Flughafen (wirklich!). Dann ging es zum Immigrationsschalter, wo ich Moana verlor, weshalb wir in unterschiedlichen Hotels landeten.

Sie war an einem anderen Schalter als ich und nach meiner offiziellen Einreise blickte ich mich um und fand sie nicht mehr. Ich vermutete, dass sie schneller fertig war als ich, holte mein Gepäck und wurde zum Bus geleitet. Hinterher stellte sich heraus, dass ich früher fertig war und sie woanders noch ein Formular ausfüllen musste. Die Verteilung in die Quarantäne-Hotels ist davon abhängig, in welchen Bus eingestiegen wird.

In unserem Bus waren außer mir zwei junge Frauen und drei Männer um die 30-40. Wir unterhielten uns ein wenig und ich erfuhr, dass unser Hotel einst einen britischen Superspreader beherbergte. Wer mehr über meine Quarantäne-Buddys erfahren möchte, schreibt mir.

Wie ist Quarantäne so?

Ich darf mein Hotelzimmer nicht verlassen und bekomme mein Essen wie im Schweigekloster vor die Türe gestellt. Das war’s dann schon wieder.

Ich bezweifle, dass mir in den nächsten zwei Wochen langweilig werden wird, denn der Unterricht geht natürlich weiter wie bisher. Das einzige, was sich von daheim unterscheidet, sind die kürzeren Wege zwischen Bett, Bad, Schreibtisch und Essen.

Ehrlich gesagt, bisher mag ich es. Oh, abgesehen davon, dass ich mir von ganzem Herzen echtes Metallbesteck wünsche! Ich kann mit diesem Plastikmüll nicht mal einen Apfel klein schneiden.

GIF, das meine Woche beschreibt:

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Nun denn, ihr seid auf dem neuesten Stand, bis zum nächsten Mal!

Allerliebst,

Milena

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