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Und plötzlich füllt sich der Ferienkalender: das Broadwaying House und wie wir in Seenot gerieten (fast!)

Keine Sorge, in dieser Überschrift steckt ein weeenig Clickbait! Aber von vorne: Ich hatte also eine Woche Lunar New Year Break und ich erwartete, ein wenig Zeit zu haben, um mit Schulsachen aufzuholen. Nun ja und mit einem Mal war mein Kalender voll mit spaßigen Aktivitäten.

Das Fleisch und Gemüse wird in der Mitte gegrillt und mit Reis, Salat oder Nudeln kombiniert.

Wir läuteten die Ferien mit Korean Barbecue (Charim Korean Bbq in Tanjong Pagar) ein, um den 18. Geburtstag einer Freundin zu feiern. Ich bin schon stolz darauf, wie ich mich mittlerweile im Umgang mit Essstäbchen verbessert habe. Die flachen glatten metallenen koreanischen Essstäbchen sind bekannt dafür, schwieriger zu benutzen zu sein als zum Beispiel runde Holzstäbchen. Gerade am Anfang meiner Zeit in Singapur hatte ich mehr Schwierigkeiten mit den „einfachen“ Stäbchen und bei manchen Abendessen entschloss ich: „Okay, dann werde ich heute wohl mehr reden!“ Nach einer Gabel fragen? Pah, als ob!

Zwischen meinen Vorbereitungen für meine mündliche Deutschprüfung diese Woche hatte ich am Montag und Freitag Proben für unser Dance Showcase, das in wenigen Wochen stattfindet. Am Dienstag half ich einem unserer Houseparents beim Deutschlernen. Er und seine Frau verlassen unser Boarding House diesen Frühling und ziehen in die Schweiz. Bereits in den vergangenen Wochen sprachen wir immer wieder Deutsch miteinander und jetzt entdeckte er die Serie „Nicos Weg“ der Deutschen Welle und wir sahen uns gemeinsam eine Episode an. Sprachlich ist die Serie sehr einfach und der Inhalt jedoch ungewollt ziemlich witizig. Es ist spannend, Deutsch aus der Perspektive eines Lernenden zu entdecken und zum Beispiel zu erklären, was es mit dem Ausspruch „doch!“ auf sich hat, für das es im Englischen kein perfektes Äquivalent gibt.

Und am Mittwoch zog dann der Broadway ins Tampines House ein, denn wir produzierten eine Liveshow des Musicals „Hamilton“. Die nicht vorhandene verbesserungswürdige Textsicherheit glichen wir mit unseren Handys in den Händen aus, denn mehr gab die dreistündige Nachmittagsprobe nicht her. Trotzdem ein voller Erfolg, wir planen schon unser Debut in New York! Einblicke auf Anfrage, da Singapur von unserer Show nicht begeistert wäre.

Meinen Donnerstag verbrachte ich bei einer Familie meiner Buddy Class von letztem Jahr, die ich bereits letztes Jahr kennengelernt hatte. Das war einfach ein entspannter Tag, ohne viel Action, sondern einfach gemeinsam Spielen, Essen und Zeit miteinander verbringen. Eine unglaublich nette Familie und eigentlich bin ich auch nicht überrascht darüber.

Eine meiner Freundinnen verbrachte ihre Ferien in einem Miet-Apartment und deswegen besuchten wir sie für eine Übernachtungsparty. Eine Freundin hatte von ihrer Mama Räucherstäbchen und Opferkerzen bekommen. Diese werden draußen auf dem Gras angezündet und mit Orangen als Opfergabe dort gelassen (und am nächsten Tag optimalerweise wieder eingesammelt). Das haben wir gemacht (aber die Orangen vergessen, ups) und sind jetzt zuversichtlich, dass uns das bei unseren kommenden Exams helfen wird.

Das sieht man in Singapur nicht selten: Räucherstäbchen oder Kerzen, die am Wegesrand ins Gras gesteckt werden.

Am Samstag waren wir (die zwei österreichischen Stipendiatinnen und ich) zum Segeln mit dem ehemaligen deutschen UWCSEA-Stipendiaten eingeladen. Wir alle waren zuvor noch nie segeln, aber hatten so viel Spaß! Wir kamen auch in einen windigen Regen, weshalb wir zwar nicht in Seenot waren, aber ein wenig Action erlebten mit dem Runternehmen der Segel, ohne vom schaukelnden Boot ins Wasser zu fallen.

Und hier war das Wetter wieder gut und das Boot sicher angelegt.

Am Sonntag traf ich mich dann noch gemeinsam mit zwei Freund*innen aus dem Boarding House mit einem Schüler vom Dover Campus, den ich bereits letztes Jahr in einer Gastfamiliensituation kenengelernt hatte und besuchte am Nachmittag meine französische Gastfamilie, um uns wieder auf den neuesten Stand der letzten Wochen zu bringen.

Nichts mit Durchatmen und für die Schule lernen also – aber ich beschwere mich nicht, denn das ist ja der schöne Stress. Auch seit den Ferien ist schon wieder einiges passiert, aber mehr dazu im nächsten Post. Ich sage nur: mehr (professionellere) Live-Produktionen!

Allerliebst,

Milena

2 Gedanken zu „Und plötzlich füllt sich der Ferienkalender: das Broadwaying House und wie wir in Seenot gerieten (fast!)“

  1. Hi Milena,

    Mega cool, was du alles in den Ferien erlebt hast! Da ist man ja direkt eifersüchtig. Danke für diese ganz vielen tollen Einblicke. Ich bin jetzt in Freiburg genommen worden.
    Auf jeden Fall noch viel Spaß und ich drücke dir die Daumen für deine Prüfungen.

    Liebe Grüße
    Hannah

    1. Großartig, wie schön! Das freut mich sehr für dich! Ich hoffe, du hast ganz viel Spaß in Freiburg und ich freue mich schon, auf irgendeine Art News von dir zu erhalten – wenn du selbst so viele Erlebnisse hast wie ich gerade 🙂

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